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Teil 3: Was bringt dir Mobility-Training?

by Andreas Matuszefska on 13/12/2018 No comments

In diesem letzten Teil erfährst du noch mehr darüber, worauf es im Mobility-Training ankommt

Folgende Elemente gehören zum Mobility-Training:

Gelenkmechanik verbessern:

Hier machst du deine verhärtete Gelenkkapsel wieder beweglich, bringst beide Gelenkpartner wieder in die richtige Stellung zueinander oder schaffst Platz im Gelenk. Dafür kommt oft ein Widerstandsband oder auch mal eine Kettlebell zum Einsatz, oft geschieht dies aber auch gänzlich ohne Material. Wichtig sind nun aktive und größtmögliche Bewegungen des betroffenen Gelenks.


Gleitfähigkeit des Gewebes wiederherstellen:

In erster Linie ist damit die Haut nahe an den Gelenken gemeint, z.B. am Sprunggelenk, Knie oder Ellenbogen. Das Beispiel mit der zu engen Jeans bei einer Kniebeuge habe ich zuvor schon erwähnt. Das betroffene Gewebe wird u.a. mit einem Ball oder einer Faszienrolle bearbeitet. Bewegungen der angrenzenden Extremitäten sind sehr sinnvoll, da sich dadurch die Verklebungen wieder voneinander lösen können.

Muskeldynamik normalisieren:

Aber auch Muskelschichten können miteinander verkleben, wenn der Muskel zu wenig genutzt wird. So kann z. B. ein Gesäßmuskel nicht mehr richtig die Hüfte aufrichten und stabilisieren, wenn er durch zu langes/häufiges Sitzen verklebt und geschwächt ist.
Du mobilisierst deine Muskeln mithilfe eines Balls oder einer Faszienrolle, indem du dich mit deinem Körpergewicht drauflegst. Dann rollst du mit Druck quer zum Muskelfaserverlauf oder lässt dich tief in eine schmerzhafte Stelle einsinken. Sehr effektiv ist dann die Kombination mit Anspannen-Entspannen. Hier spannst du den Zielmuskel für ca. 5 Sek. an (es findet keine wirkliche Bewegung statt) und lässt dich danach weiter einsinken. Nach ein paar Sekunden wiederholen. Und auch hier sind Bewegungen des angrenzenden Gelenks wichtig und effektiv.

Das Oberhalb-Unterhalb-Konzept:

Schenke den Bereichen, die ober- und unterhalb deiner Problemstelle liegen, genauso viel Aufmerksamkeit. Denn sie sind vielleicht auch ein „Opfer“ deiner Schwachstelle oder aber – nicht selten – die Verursacher. Als Beispiel ein schmerzendes Knie: Die Muskulatur oberhalb des Knies kann funktionell verkürzt sein und dann mit ihren Sehnen am Knie „ziehen“ und ungünstige Zug- und Druckverhältnisse herstellen. Ebenso kann aber auch die Unterschenkelmuskulatur schuld sein an einer eingeschränkten Kniefunktion. Es lohnt sich also, beide Bereiche zu bearbeiten, für Entspannung in der Muskulatur und somit für natürliche Muskellänge und einen normalen Muskeltonus zu sorgen.

Dies ist ein grober Überblick über all die Möglichkeiten und Variationen, die ein Mobility-Training beinhalten kann. Es ist überaus spannend zu sehen, was sich manchmal sehr schnell oder aber auch nach einer gewissen Zeit verändert hat. Es gibt unglaublich viele Übungen und Veränderungsmöglichkeiten, je nachdem, wie gut die Beweglichkeit gerade ist.

Man kann sich langsam herantasten oder sogar mal zusätzliches Gewicht hinzunehmen. All das führt dazu, dass das Mobility-Training nie langweilig wird. Im Gegenteil: Eine einmal erstellte Mobility-Routine sollte auf jeden Fall immer mal wieder abgewandelt oder an die aktuelle Situation angepasst werden, denn:

Das Gehirn braucht Veränderung, um Neues zu lernen!

Zum Abschluss noch einmal die wichtigsten Mobility-Tipps für dich:

–        Nimm dir täglich Zeit dafür!!!

–        3-4 Übungen reichen

–        Mindestens 2 Minuten durchführen (pro Seite)

–        Fokussier dich auf deine größte „Baustelle“

–        Bearbeite auch die Bereiche ober- und unterhalb

–        Mobility nützt am Ende aber nur, wenn du es mit dem Verständnis für gute Körperhaltung und Training verbindest.

      So schließt sich der Kreis: Ganz am Anfang dieses Artikels (also im 1. Teil) habe ich davon gesprochen, dass die motorische Kontrolle oberste Priorität hat. Deswegen ist für mich das funktionelle Training das passende Gegenstück zum Mobility-Training. Denn im funktionellen Training werden Übungen durchgeführt, die eine hohes Maß an Übertragbarkeit auf den Alltag und seinen Herausforderungen darstellen.  Zu diesem Thema wird es in naher Zukunft einen Blog-Beitrag geben….

Ich hoffe, dass ich dir das Thema Mobility so gut erklären konnte, dass du es jetzt unbedingt ausprobieren möchtest 😊
Hast du noch Fragen? Ich antworte dir gerne und jederzeit!

Ich freu mich auf deine Rückmeldung!

SZportliche Grüße

Andrea


Zum 1. Teil über Mobility


Zum 2. Teil über Mobility

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Andreas MatuszefskaTeil 3: Was bringt dir Mobility-Training?

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